Interreligiöser Dialog auf eine besondere Weise

Der achte Jahrgang der IGS Bovenden nahm im Rahmen des Religionsunterrichts an der Veranstaltung „Judentum live“ teil. Das von der Klosterkammer geförderte Projekte wurde von Arie Rosen, dem in Israel lebenden Sohn der jüdischen Schriftstellerin Lea Fleischmann durchgeführt. Per Videokonferenz war Arie Rosen live aus Jerusalem in die Klassenräume zugeschaltet und führte das Projekt “Schabbat – Sonntag –Ruhetag” durch.

Zunächst berichtete er anschaulich von den Riten und Bräuchen des Judentums und zeigte dazu typische Gegenstände aus seinem religiösen Alltag. Zudem zeigte er einen Film, in dem seine Familie beim Shabbat feiern zu sehen ist.

Im Anschluss an die informative Veranstaltung konnten die Schüler*innen selber Fragen stellen. Sie interessierten sich besonders für den Umgang mit der jüdischen Religion im Alltag, aber auch Themen wie Antisemitismuserfahrung, der Umgang mit dem Holocaust und die politische Situation in Israel wurden behandelt.

Ziel des Projektes ist es, den Schüler*innen zu ermöglichen, die kulturellen Gemeinsamkeiten der monotheistischen Religionen zu erkennen. Mit der Fokussierung auf den Schabbat gelingt ein positiver Anknüpfungspunkt an das Judentum. Indem die Lernenden einem jüdischen Referenten aus seiner Lebenswelt heraus begegnen und mit ihren eigenen Wertvorstellungen abgleichen, erkennen sie das Vertraute und überwinden die Fremdartigkeit. Das Erkennen von gemeinsamen Ritualen hat eine identitätsstiftende Funktion und führt zum Abbau von Antisemitismus und Fremdenhass. Das Projekt „Schabbat – Sonntag – Ruhetag“ wurde bereits in über 300 Schulen vor mehr als 15000 Schüler*innen bundesweit durchgeführt.

Nach dem Projekt äußerten sich die Teilnehmer*innen sehr positiv. Sie fanden es interessant, diese Informationen „aus erster Hand“ zu bekommen, quer über den Globus kommunizieren zu können und selber Fragen stellen zu dürfen.